Der FC Teufen empfing am Samstagnachmittag den FC Rüti im Landhaus zum Spitzenkampf in der 3. Liga. Die ligabeste Offensivabteiliung des erstplatzierten FC Teufen traf somit auf die solideste Abwehr des Tabellenzweiten. Nach einem intensiven Spiel auf rutschigem Terrain siegten die Rheintaler nicht unverdient mit 3:4.

Die Spannung im Vorfeld dieser Partie war gross. Der FC Teufen lag mit 24 Punkten auf dem ersten, der FC Rüti mit 22 auf dem zweiten Rang. Das Heimteam konnte die letzten acht Spiele in Serie gewinnen und insgesamt 43 Treffer verbuchen. Auf der Gegenseite stand der FC Rüti mit sieben Siegen, einem Unentschieden, einer Niederlage und nur 5 Gegentoren seit Saisonbeginn. Die Angespanntheit war auf beiden Seiten zu spüren und beide Teams waren topmotiviert, das Spielfeld als Tabellenleader zu verlassen. Das Spiel nahm schnell an Fahrt auf und die Teufner konnten nach zehn Minuten die ersten zwei Torabschlüsse verbuchen. Der FC Rüti war jedoch ebenfalls von Beginn weg wachsam und erwischte die Teufner Hintermannschaft schon nach 11 Minuten eiskalt. Nach einem Chip hinter die Abwehr des Heimteams und einem sehenswerten Lupfer per Kopf, musste Ehrbar das erste Mal hinter sich greifen. Der Schock sass tief bei den Teufnern – umso grösser war die Freude bei den Rheintalern. Das Spiel hatte jedoch gerade erst begonnen und die Appenzeller liessen den Kopf nicht hängen. In den folgenden Minuten wurde der Ball gekonnt durch die eigenen Reihen gespielt, ohne jedoch eine zündende Idee Richtung gegnerisches Tor zu haben. Sowohl der FC Teufen, als auch der FC Rüti kamen je zu einer abseitsverdächtigen Grosschance, welche von den beiden wachsamen Torhütern vereitelt werden konnten. Nach dreissig Spielminuten wurde dann Kern im gegnerischen Strafraum ungestüm von den Beinen geholt und der Schiedsrichter zeigte ohne zu Zögern auf den Punkt. Babic lief an und verwandelte den Elfer unhaltbar in der rechten oberen Ecke. Das Spiel war nun auch auf der Anzeigetafel wieder ausgeglichen. Der FC Teufen zeigte sich weiter bemüht, wurde jedoch durch die starke Defensivleistung der Gäste zunehmend ausgebremst. Diese wiederum wussten genau, wie sie ihre schnellen Stürmer in die Schnittstellen zwischen der Teufner Abwehr in Szene setzten konnten. Nur drei Zeigerumdrehungen nach dem Ausgleich konnte Allgäuer einen Abpraller aus rund 14 Metern zum 1:2 Führungstreffer verwandeln. In der 42. Spielminute konnte schliesslich Städler aus abseitsverdächtiger Position zum 1:3 Pausenstand einnetzen.

Noch waren 45 Minuten zu spielen und das Spiel konnte weiterhin auf beide Seiten kippen. Dies merkte man auch den beiden Teams auf dem Platz an. Die zweite Hälfte startete, wie die erste aufgehört hat – intensiv und hart umkämpft. Das Heimteam konnte wesentlich mehr Ballbesitz verzeichnen, doch das starke und konsequente Stellungsspiel der Gäste machten Torchancen auf beiden Seiten zur Seltenheit. Die Räume im Mittelfeld waren extrem eng, was die Appenzeller dazu zwang, vermehrt mit hohen Bällen zu operieren. Doch die grossgewachsenen und sattelfesten Verteidiger des FC Rüti liessen weiterhin keine Abschlussmöglichkeiten zu. So kam es, wie es kommen musste und es schlichen sich vermehrt kleinere Unkonzentriertheiten auf Seiten der Teufner ein. Von einer solchen konnte schliesslich Zäch in der 69. Minute profitieren und schob, nach einem missglückten Abschlussversuch eines Teamkollegen, zur 1:4 Vorentscheidung ein. Dass sich in diesem Spiel nichts Grosses mehr tun wird merkte man auch den Spielern auf dem Feld an. Und trotzdem – in der 79. Spielminute fasste sich Kern ein Herz und erzielte aus rund 28 Metern den sehenswerten Anschlusstreffer zum 2:4. Der FC Rüti agierte weiterhin geschickt und versuchte diesen Sieg über die Zeit zu bringen. Dies gelang nicht allen Rheintaler gleich gut und in der zweiten Nachspielminute zeigte der Unparteiische erneut auf den Penaltypunkt. Grbic verwandelte diesen stilsicher zum 3:4. Dieser Treffer kam aber definitiv zu spät und so pfiff der Referee nur wenige Augenblicke später die Partie ab.

Somit ist der FC Rüti neu mit 25 Punkten an der Tabellenspitze. Der Sieg der Rheintaler geht über alles gesehen sicherlich in Ordnung, auch wenn bei den Toren meist auch ein Quäntchen Glück mit im Spiel war. Die starke Defensivleistung der Gäste liess kaum gute Tormöglichkeiten zu und der FC Teufen hatte extrem Mühe Anspielstationen zu schaffen. Mit den wenigen, aber effizienten, Nadelstichen konnte der FC Rüti auch die notwendigen Akzente in der Offensive setzten und das Spiel verdient mit vier Treffern gewinnen. Die Teufner befinden sich neu auf dem dritten Tabellenrang und spielt sein letztes Spiel der Hinrunde nächsten Samstag auswärts gegen den FC Rheineck.

FC Teufen: Ehrbar, Fässler, Rohner, Panella, Clavadetscher; Pezzoli, Babic; Marti, Ehrbar; Germann, Bruderer, Boppart; Grbic, Sleman, Eggenberger, Kern; Walz, Sutter.

Trainer: Pola

FC Rüti: Keller, Sonderegger, Kobler, Tomas, Kamberi, Heeb, Lüchinger, Städler, Koci, Zäch, Allgäuer, Blaser, Klee, Schnüringer, Aebi, Schneider, Sönmez, Bojaxshi.

Trainer: Tomas