Nach einer unerwartet eindeutigen Partie schlugen die Gastgeber den ehemaligen Tabellenführer aus Triesenberg klar und deutlich mit 4:0.

Am Dienstagabend empfang der FC Teufen den FC Triesenberg. Die Gäste legten einen perfekten Start in die Saison hin und konnten die ersten drei Spiele gewinnen, ohne einen einzigen Gegentreffer zu kassieren. Doch auch der FC Teufen konnte sich nach der Startniederlage gegen Kantonsrivale Speicher steigern und die letzten zwei Spiele für sich entscheiden. Somit waren die Bedingungen perfekt für einen spannenden Match auf Augenhöhe, auch wenn die Triesenberger leicht favorisiert wurden.

Man merkte der Heimmannschaft von Beginn weg an, dass man heute alles für diese 3 Punkte tun würde. Die Teufner waren wach, fokussiert und kampfbereit. Mit einer so starken Gegenwehr rechneten die Gäste nicht und man war überrascht als Kern nach nur drei Spielminuten das erste Mal gefährlich im Strafraum der Liechtensteiner auftauchte. Das Zuspiel Richtung Mitte konnte nur knapp verhindert werden. In der 6. Minute zeigte Rohner seine ganze Klasse und lancierte Kern gekonnt durch die Schnittstelle in der Gästeabwehr. Dieser hatte nur noch den Torwart vor sich und netzte zum Führungstreffer ein. Der FC Teufen übernahm weiter das Spieldiktat. In der 22. Minute eroberte wiederum Kern den Ball am gegnerischen Strafraum, tankte sich durch „à la Romelu Lukaku“ und überraschte den Torhüter mit einem satten Schuss aus rund 16 Meter – 2:0. Die Gäste waren bemüht zu reagieren und versuchten die Heimmannschaft vermehrt in die eigene Platzhälfte zurück zu drängen. Somit boten sich jedoch vermehrt Konterchancen für den FC Teufen. Babic fand Germann, der nach einem schnellen Umschaltspiel der Teufner extrem viel Platz hatte. Nach einem Sprint an die Grundlinie und einem Pass zur Mitte, versenkte Boppart den Ball zum dritten Mal im Tor der Gäste. Das Heimteam blieb daraufhin weiter konzentriert und bis auf einem Schuss aus spitzem Winkel wurde Ehrbar kaum geprüft. Die Gäste gaben sich weiter Mühe, doch der nasse Kunstrasen und die aufsässigen Appenzeller machten ihnen enorm zu schaffen. Fünf Minuten vor dem Pausenpfiff standen Kern und Germann erneut im Mittelpunkt. Clavadetscher lupfte den Ball in den Strafraum zu Kern, welcher auf Germann ablegte. Kurz nachdem dieser den Ball per Kopf unter Kontrolle bringen konnte, traf ihn ein ungestümer Abwehrspieler der Gäste am Kopf – Strafstoss. Nachdem der Verteidiger auf Grund des Penaltys und seiner gelben Karte weiter sein Unverständnis gegenüber dem Unparteiischen kundtat, wurde er kurzerhand mit gelb-rot unter die Dusche geschickt. Babic schnappe sich den Ball, legte ihn sich zurecht und verwandelte den Elfmeter unhaltbar im oberen rechten Eck. Nach dem sowohl Triesenberg als auch Teufen je einmal den Querbalken trafen, gingen die Teams mit einem Spielstand von 4:0 in die Pause.

Die Verhältnisse waren klar, doch schon einmal verspielte der FC Teufen eine 4:0 Pausenführung. Dies wollte keiner der Spieler noch einmal erleben und so war klar, dass bis zum Schlusspfiff gekämpft werden muss. Die Gäste bestritten die zweite Hälfte in Unterzahl, waren aber gewillt, diese deutliche Niederlage zu verhindern. Die Spannung war jedoch nicht mehr vorhanden. Das Heimteam agierte geschickt, liess die Gegner agieren und konzentrierte sich vermehrt darauf, die Null zu halten. Die Liechtensteiner waren weiter bemüht, doch die Unterzahl machte sich bemerkbar und nur wenige Torchancen konnten herausgespielt werden. Auch wenn sich bei den Appenzellern einige Fehler einschlichen und die Konzentration von Zeit zu Zeit nachliess, stand die Null bis zum Schluss.

Durch eine starke Teamleistung und die richtige Mischung aus Kampfgeist und Cleverness konnte der FC Teufen, völlig verdient, den dritten Sieg der Saison einfahren und befinden sich neu auf dem 2. Tabellenrang.

FC Teufen: Ehrbar, Clavadetscher, Rohner, Panella, Locher; Fässler, Babic, Bruderer; Marti, Germann; Ehrbar, Boppart; Walz, Sleman; Eggenberger, Kern; Grbic.

Trainer: Pola

FC Triesenberg: Loosli, Hilbe, Sprenger, Foser, Sprenger, Hanselmann, Sprenger, Beck, Lipovac, Beck, Brandum, Beck, Kieber, Eberle, Neumann, Tscherfinger, Gafner

Trainer: Beck, Schädle