Am Samstagabend stand auf dem Landhaus ein weiteres Spitzenspiel auf dem Programm. Der FC Teufen empfing den Tabellenleader aus Rheineck. Das Hinspiel im Rheintal konnte das Heimteam knapp für sich entscheiden und somit hatten die Teufner noch eine Rechnung zu begleichen. Dies gelang ihnen jedoch nicht und sie unterlagen dem FC Rheineck mit 2:5.

 

Nach der Auswärtsniederlage gegen den FC Rüti vom letzten Wochenende war klar, dass nun nur ein Sieg in Frage kommen kann. Nur so hätten die Teufner den Anschluss an den ersten Tabellenplatz wahren können. Für die Gäste war das Spiel ebenso wichtig. Diese erhofften sich, den Punktevorsprung auf die Plätze zwei bis vier, um drei Punkte vergrössern zu können. Es stand also viel auf dem Spiel und die Anspannung war von Beginn weg zu spüren. Wie immer standen die Teufner von Anfang an hoch in der gegnerischen Hälfte und brachten die Gäste mehrmals unter Druck. Es wurden schon früh Strafraumszenen gesucht und so war Kern nach nur sieben Minuten ein erstes Mal erfolgreich. Nach einer schnellen Balleroberung im Mittelfeld und dem Zuspiel von Gribic, platzierte er das Leder souverän im rechten oberen Eck. Der FC Teufen war wacher und fand etwas besser ins Spiel. Doch nur zehn Zeigerumdrehungen später, zeigte der FC Rheineck, dass auch sie definitiv im Spiel angekommen sind. Die ersten zwei Torchancen wurden direkt verwertet und so hiess es in der 19. Spielminute 1:2 für die Gäste aus dem Rheinland. Diese pure Effizient konnten die Stürmer des FC Teufens nicht an den Tag legen und so kam man zwar zu guten Chancen, lag jedoch zur Halbzeit noch immer mit einem Tor zurück.

 

Das Spiel gestaltete sich auch zu Beginn der zweiten Hälfte ausgeglichen und wurde von hartgeführten Zweikämpfen im Mittelfeld geprägt. Der schnelle Kunstrasen kam dem Heimteam zu Gunsten und die Teufner zeigten teils ein starkes, temporeiches Flachpassspiel. Doch der FC Rheineck machte diesen Unterschied durch hohe Laufbereitschaft und Routine wieder wett. In der 58. Minute sah der Teufner Kapitän Panella, nach Ballwegschlagen, seine zweite gelbe Karte und musste frühzeitig unter die Dusche. Die Gastgeber drückten jedoch auch zu zehnt weiter auf den Ausgleichstreffer und es war wiederum Kern, dem ebendieser in der 67. Spielminute gelang. Nach einer schönen Flanke von Locher nickte Kern per Kopf zum 2:2 Ausgleich ein. Das Spiel stand also wieder auf der Kippe und beide Teams wussten, dass das nächste Tor wegweisend für den weiteren Verlauf der Partei sein könnte. Die Freude der Teufner hielt nur kurz. Nur fünf Minuten nach dem Ausgleich, musste Sutter erneut hinter sich greifen. Nach einer Hereingabe lenkte Fässler den Ball unglücklich ins eigene Tor ab – 2:3 für die Rheintaler. Der FC Teufen drückte auch nach diesem Rückschlag weiter auf das gegnerische Tor und kreierte weiterhin Torchancen. Der Ball wollte sich jedoch nicht mehr im gegnerischen Kasten unterbringen lassen. Dieses Problem hatte der FC Rheineck nicht und traf sowohl in der 87. und 93. Spielminute zum 2:4 und 2:5. Feiern lassen konnten sich Bojaxhi, der zum zweiten Mal erfolgreich war und der neu eingewechselte Zinko. Nach 95 Minuten pfiff der Schiedsrichter die Partie ab und die Tabelle bleibt somit weiterhin unverändert.

 

Der Sieg des FC Rheinecks ist über alles gesehen verdient. Das Resultat in dieser Höhe widerspiegelt den Spielverlauf jedoch nur bedingt. Das Spiel stand lange Zeit auf der Kippe und das Heimteam hätte genug Chancen gehabt, den Match für sich zu entscheiden. Die Gäste aus dem Rheintal zeigten sich jedoch effizient vor dem Tor und nach der roten Karte wurde die physische Überlegenheit des FC Rheineck immer deutlicher sichtbar. Somit bleibt der FC Rheineck an der Spitze und der FC Teufen weiterhin auf dem vierten Rang. Am Donnerstag 25. April empfängt der FC Teufen den FC Speicher zum Kantonsderby auf der Sportanlange Landhaus.

FC Teufen: Sutter, Fässler, Rohner, Panella, Locher, Babic, Ehrbar; Marti, Germann, Grbic; Boppart, Walz; Eggenberger, Kern, Bruderer, Höhner.
Trainer: Pola

FC Rheineck: Dietsche, Bucheli, Chiarello, Di Gregorio, Ibrahimi, Baumann, Ibrahimi, Macedo, Lakna, Lleshi, Imeri, Bojaxshi, Petrov, Bingöl, Hausmann, Sutter, Zinko.
Trainer: Giger