Der FC Teufen trat die diesmalige Reise ins Rheintal völlig ohne Druck an, denn die Appenzeller waren im Gegensatz zu den Aufstiegsambitionierten Auer im Tabellenmittelfeld gefestigt und somit nicht zum Siegen gezwungen.
Telegramm: 20‘ 1:0 Fuad Mustafic, 39‘ 2:0 Fuad Mustafic
Teufen spielte mit: Tobler, Knechtle, Clavadetscher, Bär, Preisig (90’ + 1 Boppart), Kriemler (75‘ Neuländner), Panella, Creo, Locher (28‘ Helfenberger), Labhart, Grbic

Das Spiel begann zuerst durch gegenseitiges Abtasten beider Mannschaften, Höhenpunkte gab es daher kaum. Die erste Grosschance ging auf das Konto der Teufner: Eine sehenswerte Passfolge, begonnen beim Aussenverteidiger Preisig über Panella bis zu Kriemler, welcher schlussendlich frei aufs gegnerische Tor ziehen konnte, endete leider ohne das nötige Abschlussglück.

Es war nicht so, dass der FC Au – Berneck die klar bessere Mannschaft war, denn der FC Teufen spielte munter mit und war stets bemüht, kleinere Nadelstiche zu setzen. Allerdings zeigte sich mit zunehmender Spieldauer die technische und spielerische Stärke der Rheintaler und Teufen wurde zu viel Laufarbeit ohne Ball gezwungen.

Nach 20 Minuten starteten die Auer eine erste ernstzunehmende Offensivaktion. Ein genau getretener langer Ball erreichte den Rechten Stürmer, welcher den Ball gefährlich in den Strafraum trat, wo sein völlig frei stehender Mitspieler nur noch zum 1:0 einschieben musste.

In der Folge ging das Spiel im gleichen Stil weiter und keine der beiden Mannschaften hatte eine wirklich nennenswerte Chance. Die Rheintaler beeindruckten jedoch durch eine sehr effiziente Spielweise. So auch kurz vor der Pause, als der Stürmer von Au – Berneck ansatzlos von 16 Metern abzog und Tobler in der entfernten Torecke düpierte.

Teufen versuchte gleich nach Wiederanpfiff den Rückstand wieder zu verkürzen, Grbic scheiterte jedoch zweimal am Schlussmann von Au und so ging es aus Sicht der Teufner mit einem 2:0 Rückstand in die Pause.

Die zweite Halbzeit bot kaum nennenswerte Höhepunkte. Die Rheintaler liessen den Ball geschickt in den eigenen Reihen zirkulieren und die Teufner konnte trotz aufopferndem Kampf keine klare Torchance herausspielen. Einzig Toni Helfenberger, welcher bereits im Hinspiel in Teufen das Tor erzielt hatte, kam noch einmal gefährlich vor das gegnerische Tor, schlug jedoch einen Haken zu viel und verpasste so den günstigen Abschlusszeitpunkt.

Den Teufner machte an jenem Samstagnachmittag die Effizienz der Rheintaler zu schaffen. Es war jedoch gut zu sehen, dass sich die junge Mannschaft aus dem Appenzellerland auch gegen spielerisch starke Mannschaften nicht zu verstecken braucht.

Roman Neuländner