Die Favoritenrolle für das Spiel vom Samstagabend war klar verteilt. Die letzten sieben Meisterschaftsspiele konnte der FC Teufen allesamt für sich entscheiden. Der FC Sevelen dagegen ist mit nur einem Punkt das Schlusslicht der Tabelle. Die Appenzeller konnten dieser Favoritenrolle einmal mehr gerecht werden und gewannen auswärts verdient mit 4:7.

Den Teufnern gelang es in den letzten Spielen immer ein frühes Führungstor zu erzielen. Auch in diesem Match kam Kern nach nur vier Minuten zum ersten gefährlichen Abschluss, konnte ihn jedoch nicht verwerten. Die Appenzeller kamen definitiv besser in die Partie als die Rheintaler. Nach 13 Minuten versuchte Ehrbar sein Glück aus der Distanz. Dieser Schuss verfehlte das Tor aber ebenfalls, wenn auch nur knapp. In der 18. Minute konnte sich Babic gegen zwei Gegner durchsetzen, wurde dann aber unweit des Strafraums von den Beinen geholt. Den darauffolgenden Freistoss setzte er jedoch ungefährlich in die Mauer. Man merkte, dass die spielfreudigen Teufner weiter auf die Führung drückten. Nach 23 Minuten war es dann so weit. Bruderer lancierte Boppart mittels Traumpass in die Schnittstelle der Rheintaler Abwehr. Dieser liess sich nicht zwei Mal bitten und brachte seine Farben in Führung. Teufen war jetzt so richtig im Spiel angekommen und dominierte die Partie nach Belieben. Die Chancen kamen im Minutentakt. In der 26. Minute wurde, nach einem Einwurf von Fässler an der gegnerischen Grundlinie, Ehrbar vom Torhüter im Strafraum gefoult. Wie bereits in den letzten Spielen verwandelte Babic den darauffolgenden Strafstoss ohne Probleme. Nur drei Zeigerumdrehungen später konnte Kern nach einem Abpraller des Torhüters zum 0:3 einschieben. Bis zur Pause flachte das Spiel wieder etwas ab und die Gäste liessen den Ball gekonnt durch die eigenen Reihen laufen. Der FC Sevelen kam nur durch Eigenfehler der Appenzeller zu Torchancen. Nach einem Fehlpass im Mittelfeld, kurz vor der Pause, konnte Kaurin vom FC Sevelen alleine auf Ehrbar zulaufen. Diese Chance liess er sich nicht entgehen und verkürzte zum 1:3. Mit diesem Stand gingen die Teams in die Kabinen. Nach der Pause kam der FC Teufen wieder besser in die Partie. Nach nur fünf Minuten konnte Kern, nach einem langen Ball von Rohner und einem brillanten Solo, die Kugel zum zweiten Mal im Netz unterbringen. Man könnte meinen dies wäre die Vorentscheidung und die Appenzeller würden das Spiel nach Hause schaukeln. Doch in der 55. Minute konnte der FC Sevelen nochmals auf zwei Tore verkürzen. Kurz darauf zeigten die Teufner jedoch, was sie in dieser Saison so stark macht. Sobald man ein Tor kassiert, wird sofort wieder nachgelegt – man hat nie genug vom Toreschiessen. So konnte Kern nach 69 Minuten sein drittes Tor an diesem Abend erzielen. Der Hintermannschaft des FC Sevelen ging die Luft langsam aber sicher aus. In der 80. Minute konnte der eingewechselte Walz zum 2:6 erhöhen. In den letzten zehn Minuten fehlten beiden Mannschaften die Konzentration in der Defensive. So konnte der FC Sevelen nochmals auf zwei Tore verkürzen. Kern, der Spieler des Abends, hatte aber noch nicht genug. Kurz vor Schluss erzielte er seinen vierten Treffer am Abend und führt jetzt souverän, mit zehn Treffern in der laufenden Saison, die Torschützenliste der 3. Liga an.

Es war sicherlich nicht das beste Spiel, das der FC Teufen gezeigt hat in dieser Saison. Doch schlussendlich war es wichtig, die drei Punkte nach Hause zu bringen und somit weiterhin an der Tabellenspitze zu bleiben. Nächsten Samstag kommt es auf dem Landhaus zum Spitzenspiel gegen den FC Rüthi.

FC Teufen: Ehrbar Sandro, Fässler, Rohner, Panella, Locher; Eggenberger, Babic, Ehrbar Roman; Walz, Germann; Marti, Boppart; Pezzoli, Kern, Sutter.

Trainer: Pola

FC Sevelen: Schlegel, Redzepi, Matic, Graho, Sturzenegger; Cibil, Yildiz; Isufi, Maksuti, Kaurin Darko, Müller, Kaurin Redenko; Crekezi

Trainer: Matanovic, Cibil